Ausbildung „Bientraitance Sensibilisierung“ – 4 Stunden
Jede Betreuung schutzbedürftiger Personen birgt per definitionem das Risiko von Misshandlung, sei es bei Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen, die sich in einer vorübergehenden oder dauerhaften prekären Situation befinden (Lebenskrisen, Behinderung, hohes Alter…). Über diese Risiken hinaus ist es unerlässlich, dass diese Betreuungsmaßnahmen in einen echten Ansatz des „Bientraitance“ eingebettet sind, der die Bedürfnisse und Grundrechte des Menschen achtet. Dies ist ein echtes Engagement, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene.
Lernziele
- Wesentlichen Merkmale von Misshandlung und wohlwollender Behandlung kennen;
- Risiken zu erkennen, denen schutzbedürftige Personen ausgesetzt sind, für die sie aufgrund ihres Berufs verantwortlich sind;
- Situationen anhand des Ampelsystems (rot, gelb, grün) einordnen;
- Methodik zur Analyse und Bewältigung problematischer und/oder zweifelhafter Situationen zu erlernen, mit denen sie konfrontiert werden könnten;
- Entscheidungs- und Handlungsspielraum (Rechte, Pflichten, Möglichkeiten) im Bereich der Prävention und Beseitigung aller Formen von Misshandlung kennen;
- Ansprechpartner ermitteln und die in ihrer Organisation geltenden Verfahren recherchieren;
- Neue Vorgehensweisen zur Einführung und Aufrechterhaltung eines guten Arbeitsklimas aneignen.
Didaktische und pädagogische Methoden
- Theoretische Grundlagen und interaktive Übungen
- Fragen (Mäeutik)
- Anonyme Fallstudien aus der Praxis
Bewertung
- Besprechungsrunde
- Fragebogen
- Selbsteinschätzung
Erworbene Kompetenzen
- Kritisches Denken und Urteilsvermögen
- Analyse
- Zusammenarbeit
- Umgang mit kritischen Situationen
- Kommunikation
