Die Geschichte des „Dispositiv der Förderung der Bientraitance“

In Folge der Aufdeckung von mehreren Missbrauchssituationen in verschiedenen Häusern der katholischen Kirche hat des Erzbischof von Luxembourg im Jahre 2011 die Verantwortlichen der großen Organisationen welche sich um das Wohl von Kindern, Menschen mit Behinderung, oder älteren Personen kümmern, aufgerufen, sich dieser Problematik bewusst zu werden und konkrete Schritte zur Vorbeugung vor sexuellem Missbrauch zu unternehmen.

Les organisations de la Conféderation Caritas élaborent en juillet 2012 un codex et des Iignes directrices en matière de prévention et de traitement de situations de maltraitances sexuelles.

Im Jahre 2013 schließen sich arcus a.s.b.l., Caritas Luxemburg, elisabeth und das Luxemburger Rote Kreuz zusammen um die Basis für ein konkretes Projekt, mit dem Ziel der Vorbeugung von sexuellem Missbrauch innerhalb ihrer Organisationen, zu legen.

Im Laufe der gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Thema und der Ausarbeitung des Projektes wurde es den Mitgliedern der verschiedenen Direktionen immer deutlicher, dass es nicht nur um die Vorbeugung des Missbrauchs gehen kann, sondern dass es besonders auch der Förderung einer wirklichen Kultur der « Bientraitance » bedarf.

Depuis janvier 2014, un groupe de travail permanent regroupant un représentant des 4 organisations fondatrices se rencontre de manière hebdomadaire et oeuvre à la mise en place du dispositif. Une convention a été élaborée et signée entre les organisations membres. Un poste de délégué à la bientraitance a été créé et une formation s’adressant aux 4.600 collaborateurs a été prévue. Les directions des 4 organisations membres du dispositif ont suivi une formation de base en la matière. En mars-avril 2014, 25 formateurs-multiplicateurs des 4 organisations sont formés et depuis juin 2014, les séances de formation « Sensibilisation à la Bientraitance » sont obligatoires pour tous les collaborateurs.

Im Juli 2015 treffen noch einmal 15 neue Fortbildungsmultiplikatoren hinzu. Die Direktionen nehmen an einer weiteren Fortbildung zum Thema « Management und Kultur der Bientraitance teil » Im Herbst 2015 erarbeiten die 4 Organisationen eine Charta der Bientraitance und unterschreiben diese als gemeinsame Verpflichtung.

Die « Internats Jacques Brocquart a.s.b.l. » stoßen im Jahr 2016 zum Dispositiv hinzu. Vertreter des Dispositiv nehmen an einem Seminar in Paris unter dem Motto : « “Nous n’en avons pas fini avec la maltraitance” was so viel heißt wie « Wir sind noch nicht fertig mit eventuellem Missbrauch » teil, und hatten dort Gelegenheit die ganzen Bemühungen der Luxemburger Organisationen zur Schaffung einer kohärenten Maßnahme gegen jede Form von Missbrauch vorzustellen.

In den letzten Jahren haben die verschiedenen Organisationen zunehmend interne Maßnahmen ergriffen, um Netzwerke von Multiplikatoren aufzubauen, damit sich ein wohlwollender Umgang mit den Begünstigten nachhaltig etabliert.

Die Existenz des Programms hat dazu geführt, dass sich weitere Organisationen für die Dynamik interessierten und sich dem Vorhaben anschlossen. So stellten der gemeinnützige Verein „Lënster Päiperlék“ und die Stiftung „Lëtzebuerger Kannerduerf“ im Jahr 2019 ihren Beitrittsantrag.
Das Projekt startet also mit 7 im neuen Jahrzehnt.

de_DEDeutsch